Basisausbildung II

Die Basisausbildung II umfaßt 100 Stunden (im Zugtrupp 70 Stunden). Sie baut auf das in der Basisausbildung I erlernte auf. Verantwortlich ist der jeweilige Gruppenführer des Helfers.

 

Die Basisausbildung II, welche die eigentliche "Fachausbildung" darstellt, findet in unserem Ortsverband zu den üblichen Dienstzeiten, also jeden 2. Samstag im Monat von 08:00 bis 17:00 statt.

 

Der Dienstplan zur Basisausbildung II wird in unserem Ortsverband alljährlich durch den Einheitsführer (Zugführer) in Absprache mit den Unterführern und dem Ausbildungsbeauftragten aufgestellt.

 

Ziel der Ausbildung in den Bergungsgruppen (BGr) ist es, die Helfer in die Lage zu versetzen, Menschen, Tiere und Sachwerte mit der zur Verfügung stehenden Ausstattung zu retten und zu bergen sowie einsturzgefährdete Gebäude zu sichern und niederzulegen.

 

Dabei werden die folgenden Themen behandelt (in Klammern die wesentlichen Inhalte):

 

1. Einsatzgrundsätze der Bergungsgruppen (9 h)

(Aufgaben und Ausstattung, Baukunde, Einsatzentwicklung und -gefahren)

 

2. Grundlagen für die Rettung von Personen (11 h)

(Maßnahmen beim Auffinden, Transport von Hand / mit Hilfsmitteln)

 

3. Retten aus Höhen und Tiefen (35 h)

(Rollgliss, Behelfskonstruktionen, Seilbahn)

 

4. Retten aus Trümmern (20 h)

(Orten, Trümmer anheben, abstützen und bearbeiten, Rettungsöffnungen)

 

5. Retten aus Fahrzeugen (7 h)

(Rettungsschere und -spreizer, Seilwinde)

 

6. Holzbearbeitung (7 h)

(Bauholz zuschneiden, Bäume fällen, Windbruch beseitigen)

 

7. Absichern und Niederlegen von Bauwerken und Bauwerksteilen (7 h)

(Niederlegen mit Mitteln des Technischen Zuges (TZ), Abstützen und Aussteifen)

 

8. Überwinden von Hindernissen (4 h)

(Hindernisse, Stegebau)

 

Ziel der Ausbildung in der Fachgruppe Elektroversorgung (FGr E) ist es hauptsächlich, die Helfer in die Lage zu versetzen, im Freileitungsbau tätig zu sein, Montagen an Kabeln und Kabelanlagen durchzuführen, Netzersatzanlagen betreiben zu können und andere Einheiten des THW mit Strom zu versorgen.

 

Dabei werden die folgenden Themen behandelt (in Klammern die wesentlichen Inhalte):

 

1. Einsatzgrundsätze der Fachgruppe Elektroversorgung (6 h)

(Aufgaben und Ausstattung, Einsatzvorbereitung und -gefahren)

 

2. Elektrotechnische Grundlagen (10 h)

(Elektrizität, Stromarten, Spannungsebenen, Messverfahren, Energieerzeugung und -verteilung, Schaltpläne)

 

3. Gefahren durch den elektrischen Strom (6 h)

(Wirkung, Sicherheitsbestimmungen, Schutzmaßnahmen)

 

4. Ersatzstromerzeuger (10 h)

(Aufbau, Funktion, Einsatzmöglichkeiten, Transport, Vorbereitung, Inbetriebnahme, Überwachung)

 

5. Stromverteilung (8 h)

(Verteiler und Kabel, Behelfsmäßige Verteilung)

 

6. Wiederherstellung und Errichtung von Freileitungen (35 h)

(Bauteile, Leitungsstützpunkte, Montieren von Masten, Wiederherstellungsarbeiten, Freileitungsbau)

 

7. Beseitigung von Kabelschäden (25 h)

(Bauteile, Kabelbauarten, -garnituren, -verteiler, Verteilerschränke, Verlegen von Kabeln)

 

Ziel der Ausbildung der Zugtrupps (ZTr) ist es hauptsächlich, die Helfer in die Lage zu versetzen, eine Lageerkundung durchzuführen, eine Führungsstelle einzurichten und zu betreiben und die Logistik abwickeln zu können.

 

Dabei werden die folgenden Themen behandelt (in Klammern die wesentlichen Inhalte):

 

1. Aufgaben, Gliederung und Ausstattung des Technischen Zuges (4 h)

(Zugtrupp, Bergungsgruppen, Fachgruppe, Fachgruppe Logistik und Führung/Kommunikation)

 

2. THW-Führungsgrundsätze, Führungsstrukturen und -organisation (4 h)

(Abstimmung der Aufgaben, Führungsebenen, Führungsstelle)

 

3. Erkundungswesen (8 h)

(Grundsätze, Wesen, Durchführung)

 

4. Meldewesen (2 h)

(Übermittlungsarten, Skizzen, Melder)

 

5. Führen einer Lagekarte (12 h)

(Kartenkunde, Taktische Zeichen, Darstellung der Lage)

 

6. Einrichten und Betreiben einer Befehls- und Führungsstelle des THW (8 h)

(Standort, Betriebsunterlagen, Sprechfunkbetrieb)

 

7. Gefahren der Einsatzstelle (4 h)

(Gefahrenschema, Absichern, Meßtechnik, Rechtsgrundlagen, UVV)

 

8. Logistik (4 h)

(Verpflegung, Verbrauchsmaterial, Zuführen von Einheiten, Gefahrguttransport)

 

9. Einsatzgrundsätze der Bergungsgruppen (6 h)

(Baukunde, Einsatzentwicklung)

 

10. Grundlagen für die Rettung von Personen (11 h)

(Maßnahmen beim Auffinden, Transport von Hand / mit Hilfsmitteln)

 

11. Retten aus Fahrzeugen (7 h)

(Rettungsschere und -spreizer, Seilwinde)

 

In jeder Gruppe gibt es Spezialaufgaben zu erfüllen. Die dort erforderlichen Kenntnisse vermittelt man auf einem Lehrgang.

 

In den THW-Bundesschulen Hoya (bei Bremen, v.a. für die nördlichen Länder) und Neuhausen (bei Stuttgart, v.a. für die südlichen Länder) findet man ein umfangreiches Lehrgangsangebot. Bei der Einteilung in eine Bergungsgruppe (BGr) oder Fachgruppe (FGr) wird man einer Position zugeordnet.

 

Zunehmend werden bestimmte Themen als Bereichsausbildung angeboten. Dafür werden in den Geschäftsführerbereichen Veranstaltungen abgehalten, die von Bereichsausbildern durchgeführt werden.

 

 

Am Beispiel einer 2. BGr sieht das dann so aus:

 

1 Helfer Ausbildungslehrgang zum Gruppenführer

1 Helfer Ausbildungslehrgang zum Truppführer

1 Helfer Ausbildungslehrgang zum Elektro-Schweißer

1 Helfer Ausbildungslehrgang zum Maschinist Stromerzeuger

1 Helfer Ausbildung zum Sanitätshelfer

2 Helfer Ausbildung zum Kraftfahrer CE und Sprechfunker

8 Helfer Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger (in Zweitfunktion)

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